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Serie

Gaben & Berufung – meine grundlegende Berufung – Teil 4

Wenn ich an das Wort Berufung denke, fallen mir zuallererst Worte ein wie Gaben, Visionen und Träume, die Gott uns schenkt. Ich denke daran, dass jede von uns eine Berufung von Gott in sich trägt und es sich definitiv lohnt herauszufinden, was diese Berufung ist, sich auf den Weg zu machen und auch dort anzukommen. Und dabei ist mir klar, dass Berufung sich auch verändern kann und darf und jede Phase des persönlichen Lebens womöglich andere bzw. neue Berufungen mit sich tragen kann.

Aber es gibt eine Berufung, die nicht abhängig ist von unseren persönlichen Gaben und zu der Jesus uns in erster Linie beruft: die Gemeinschaft mit ihm. Jede noch so ausgeprägte Gabe wird nicht in dem Maße Frucht bringen, die wir uns vielleicht wünschen, wenn wir es verpassen, ganz nah am Herzen Jesu zu sein, Zeit mit ihm zu verbringen und in seinem Wort zu lesen. In der Gemeinschaft mit Jesus dürfen wir einfach sein und uns darüber bewusstwerden, dass wir genug sind. In der Gemeinschaft mit ihm werden wir gestärkt und dürfen uns von ihm zeigen lassen, was für uns dran ist. 

Berufung heißt für mich in erster Linie mit Jesus unterwegs und ihm im Alltag treu zu sein. Das ist die Basis, von der ausgehend wir früher oder später in unser persönliches Berufungsabenteuer geführt zu werden. Die enge Gemeinschaft mit Jesus führt uns in die Ruhe, schenkt uns Kraft und lässt uns Ermutigung und Zurüstung erfahren. 

Ich persönlich erlebe es immer wieder, dass ich mit meinen Träumen und Visionen lossprinten will und dann aber feststellen darf, dass Gott bei mir in den vermeintlich kleinen Dingen ansetzen möchte. Er will mich (und natürlich auch dich!) vorwärtsbringen im Leben und stark machen. Und das werde ich nirgendwo anders erleben als in der Gemeinschaft mit ihm. 

Ich glaube, wir dürfen wirklich lernen zu begreifen, dass Zeiten mit Jesus beim Entspannen, Beten, Spazierengehen, Bibellesen, Lobpreis und in Gesprächen mit anderen Christen das Wertvollste ist, was wir tun können. Denn in diesen Zeiten zeigt uns Gott, was unser nächster Schritt ist. Vielleicht ist dieser Schritt nicht ein großer Meilenstein in Richtung des persönlichen Berufungsabenteuers, sondern erstmal etwas ganz anderes. Aber worauf wir uns verlassen dürfen, ist, dass Gott seine Träume für unser Leben verwirklichen möchte – zu seiner Zeit. Sind wir bereit ihm zu vertrauen?

In 1. Korinther 2,9 steht: „Was kein Auge jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch vorstellen konnte, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben.“

Jesus lieben, in enger Gemeinschaft und Vertrautheit mit ihm leben und treu zu sein in den kleinen Schritten – das ist die grundlegende Berufung, die wir leben dürfen. Auf diesem Schatz aufbauend, dürfen wir gespannt sein, dass Gott für uns noch alles bereithält.

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